Überall und immer hören Lehrerinnen und Lehrer, wie wichtig das Vermitteln von Lernstrategien ist.

Schaut man dann aber in die einschlägige Literatur, so wird die Didaktik dazu nahezu vernachlässigt und stattdessen werden zahlreiche Lernstrategien vorgestellt. Was eine Lernstrategie ist, das wissen aber die meisten, die professionell lehren. Wie sie vermittelt wird, das wissen aber weniger.

Auch was muss also geachtet werden?

Im Wesentlichen sind folgende Aspekte von Bedeutung:

1. Es muss Strategiewissen vermittelt werden: Aus welchen Handlungsabläufen besteht die Strategie, worin liegen ihre Vorteile, worin ihre Nachteile für eine bestimmte Lernaufgabe.

2. Die Strategie muss immer im Zusammenhang mit Fachwissen erlernt und angewendet werden.

3. Über das Lernverhalten sollte regelmäßig reflektiert werden.

4. Lernstrategien können nicht in einer Einheit vermittelt werden. Die Vermittlung muss langfristig erfolgen, d.h. eine neue Strategie muss mehrmals wiederholt werden und auch in unterschiedlichen Kontexten angewendet werden.

5. Es gibt einen inneren Schweinehund, der vor allem will, dass man bei den bekannten Verhaltens- und Lernmustern bleibt. Daher ist es von großer Bedeutung, immer wieder die Schülerinnen und Schüler zu ermuntern und positiv zu begleiten.

6. Es ist nicht auszuschließen, dass das (fehlerhafte) Erlernen neuer Lernstrategien zu einer Verschlechterung im Lernverhalten führt. Daher sollten Lehrerinnen und Lehrer immer sensibel darauf achten, ob die Lernentwicklung positiv ist und bleibt.

Von IK, 22. April 2010, 07:40 Uhr

Am 15. März 2010 präsentierten die Dozenten des Lehrstuhls für Grundschulpädagogik und –didaktik Dr. Iris Kühnl, Michael Kratky und Edgar Mayer  vor den Eltern der Johann-Michael-Sailer-Schule in Ingolstadt die Ergebnisse eines intensiven Kooperationsseminares. Studierende des Lehramtes an Grundschulen erarbeiteten sich im Wintersemester sechs grundschulpädagogisch relevante Themen (Vorbereitete Umgebung, Gender, soziales Lernen, Elternarbeit, Leistung und Übertritt) und befragten dann im Anschluss Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern dazu, wie sie diese Themen erleben und bewerten. Ergebnis war ein sehr erfreuliches und buntes Bild grundschulpädagogischer Arbeit an einer Reformschule. Die Studierenden lernten nicht nur Theorie und Praxis ihres Faches kennen, sondern übten sich auch im Umgang mit empirischen Methoden. Die Schule erhielt eine breit gestreute Rückmeldung über ihre Arbeit, die rund um vom Erfolg ihres Konzeptes zeugte: So wie wohl alle Schülerinnen und Schüler wünschen sich zwar auch die Schülerinnen und Schüler der Johann-Michael-Sailer Schule zum Teil weniger Hausaufgaben und längere Pausen, sie  fühlen sich an ihrer Schule aber nahezu alle (99%) sehr wohl oder wohl, glauben an sich und ihr Leistungsvermögen und empfinden in der überwiegenden Mehrheit (80%) keinen Leistungsdruck.

Von IK, 24. März 2010, 09:19 Uhr

Stress ist ein weit verbreitetes Phänomen – oder kennen Sie jemanden ohne Stress? Nicht nur Erwachsene im Arbeitsleben auch Schülerinnen und Schüler müssen sich oft mit Stress auseinander setzen. Stressphänomene werden auch unter Grundschulkindern schon beobachtet. Stress kann aber, wenn er zu massiv auftritt, unsere Lern- und Leistungsfähigkeit massiv beeinträchtigen. Daher sollte sich jeder mit Stressbewältigungsstrategien auseinandersetzen. Für Kinder gilt: Je früher sie lernen mit Stress umzugehen, desto besser sind sie für die Zukunft gerüstet. Zu einer guten Stressprophylaxe gehören drei Säulen: Erstens ein kurzes Morgenprogramm mit zwei oder drei kleinen Übungen zur Einstimmung auf den Tag (mentale Entspannungsübung und ein, zwei Körperübungen), zweitens das Wissen und Beherrschen von „Notfallstrategien“ und drittens regelmäßige körperliche Bewegung, wie zum Beispiel Sport, da diese stressabbauend wirkt.

Von IK, 18. März 2010, 09:43 Uhr

Die richtige Zeitplanung ist eine der wichtigsten Strategien für den Lernerfolg. Das ist auch ganz einfach zu erklären: Wenn jemand langsam und umständlich lernt aber dafür ausreichend Zeit einplant, so bewältigt er trotz alledem seine Lernaufgabe erfolgreich. Anders sieht es aus, wenn jemand zwar schnell und sehr effektiv lernt, aber zu wenig Zeit dafür einplant: Dann nämlich wird er seine Lernaufgabe nicht erfolgreich abschließen. Was bedeutet das konkret? Rechtzeitig vorher (bei Schulaufgaben zum Beispiel eine Woche vorher) sollte man sich einen Überblick verschaffen, was noch zu lernen ist. Daraufhin wird ein Zeitplan aufgestellt, was an welchem Tag gelernt wird. Ruhepausen und Zeit für Wiederholungen dabei nicht vergessen!

Von IK, 18. März 2010, 09:21 Uhr

Lernen und der Erfolg oder Misserfolg des Lernens wird immer wieder und überall vieldiskutiert. Was ist Lernen und wann ist es erfolgreich?

Darauf gibt es auf jeden Fall nicht nur eine Antwort sondern sehr viele.

Zum erfolgreichen Lernen gehören natürlich effektive Lernstrategien aber auch Konzentration, Motivation und – wie manchmal gerne übersehen – die eigene Überzeugung seine Lernaufgabe überhaupt bewältigen zu können.

Was noch?

Von admin, 12. Januar 2010, 08:37 Uhr